2. Tag Gurkenradweg

Der nächste Morgen! Die Nacht im Zelt war beschwerlich, da meine Matratze beständig Luft verlor und ich im Laufe der Nacht auf dem Boden aufwachte. Allerdings hat das Schlafen von Ava im gemeinsamen Zelt toll geklappt. Den Ihr zugewiesenen Platz am Fußende hat Sie sofort angenommen.

Schon wieder eine Premiere!

Am frühen Morgen krabbelte Sie dann zu einer kleinen gemeinsamen Schmuseeinheit zu uns. Danach leckeres Frühstück bei einem Lübbener Bäcker. Gut gestärkt geht es auf zu einem Matratzenneukauf für eventuell nochmaliges Zelten mit Luft 🙂 Heißt ja auch Luft-Matratze 😉 .
Diesmal kennen wir unser Etappenziel: Sacassne bei Schmogrow. Dort haben wir ein Zimmer mit „Hunde erlaubt“ bekommen. Nach unzähligen Telefonaten hatten wir diesmal Glück. Nach der letzten Zeltnacht brauchen wir dringend ein Bett!

Diesmal entscheiden wir uns Ava nach ca. 5 km in den Wagen zu setzen und unerwünschtes Verhalten (hier: Bellen) zu ignorieren. Das quittiert sie allerdings mit einem andauernden Bellen für die nächsten 24 km. Psychoterror nenne ich das 🙁 . Ava würde wahrscheinlich sagen: „Ich bin halbe Schweizerin und möchte autonome Entscheidungen treffen! Ich kann mehr als ihr denkt!“ Während dieser Zeit heißt unser Motto: „Schnell weiter und durch!“. Zum Genießen der Landschaft bleibt leider kaum Zeit.

Die letzten 5 km bis zu unserem Ziel, lassen wir Ava wieder laufen. Die 1/2 Schweizerin jubelt und scheint fit zu sein.
Endlich kommen wir um ca. 13 Uhr in der Pension am Wiesengrund an. Wir werden von Inhaber freundlich begrüßt und beziehen das Zimmer mit dem gemütlichen Ambiente. Wie schön kann eine Dusche sein! Zum Essen verspeisen wir unsere Notfallration, Suppe mit Würstchen. Hierzu nutzen wir das 1. Mal seit langer Zeit wieder unseren Campinggaskocher. Erinnerungen an unsere 3-monatige Wanderung durch Frankreich im Jahr 2013 werden wach. Das Bier bekommen wir vom Pensionswirt. Im Nachmittag fahre ich noch einmal 7 km zurück nach Burg um etwas Proviant zu besorgen . Mit dem E-Bike kein Thema, und meinem Knie geht´s super mit der Bewegung.
Tagesetappe: ca. 34 km

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